Kloster Schlehdorf


Die erste urkundliche Erwähnung in einer Gründungsurkunde des Klosters Schlehdorf-Scharnitz stammt aus dem Jahr 763. Dieses Kloster stand am Eichelspitz am Kochelseeufer und wurde im Jahr 907 durch die Awaren zerstört. Ein zweites Kloster wurde am südlichen Ortsrand von Schlehdorf errichtet und brannte 1784 fast vollständig ab. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt der dritte Bau eines Klostergebäudes auf dem sogenannten Kirchbichl, wie er heute noch vorhanden ist, fast schon abgeschlossen. Der Neubau des Stiftes wurde 1718 bereits begonnen und erst 1780 fertig gestellt. Die Säkularisation 1803 führte dazu, dass die einstige Klosterkirche verstaatlicht wurde und seitdem als Pfarrkirche dient. Das Kloster wechselte mehrmals den Besitzer und wurde 1904 von den Missions-Dominikanerinnen von King-Williams-Town als Aussendungskloster für die Missionsarbeit erworben.

Die heutige Pfarrkirche St. Tertulin kann besichtigt werden. Gruppen wenden sich bzgl. einer Kirchenführung bitte direkt an das Kloster Tel. 08851/1810.


Seit 1992 betreiben die Schwestern ein Gäste- und Seminarhaus, das Haus Dominikus einen Ort der Begegnung und der Ruhe. Als Gast können Sie hier Tage der Stille verbringen, oder als Schwester auf Zeit am klösterlichen Leben teilnehmen. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist die religiöse Erwachsenenbildung. Ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm mit z. B. Pflanzenbegehungen im Jahreslauf, Taizé-Gebeten, meditativem Tanz und musikalischen Darbietungen runden das Angebot ab.

Die Mädchenrealschule St. Immaculata Schlehdorf im Koster Schlehdorf ist eine staatlich anerkannte Privatschule in der Trägerschaft der Erzdiozöse München und Freising. Der Schule angeschlossen ist eine "Offene Ganztagesbetreuung" mit der Möglichkeit zu Mittagessen und zu beaufsichtigter Lernzeit. Weitere Informationen erhalten Sie hier.